Edelstein - Lexikon Amethyst

Der Amethyst ist der begehrteste Stein aus der Gruppe der Quarze. Ihm werden übernatürliche Kräfte nachgesagt.
Im Volksglauben bewahrt der Amethyst vor Trunkenheit, er sei ein Glücksbringer und schütze vor Zauberei und Heimweh.
Neben dieser Kraft nennen Steinheiler die ernüchternde und reinigende Wirkung. Amethyst könnte auch überschüssige Säure im Magen dämpfen und nach Hildegard von Bingen gegen Insektenstiche und zur Verschönerung der Haut dienen.
Die Härte 7, mäßige Lichtbrechung und das Gewicht hat der Amethyst mit den übrigen Quarzen gemeinsam, nur die Kristallstruktur ist anders und höchst eigenwillig. Der Aufbau ist lagenartig, wobei oft Felder und Lamellen unterschiedlicher Farbintensität entstehen.
Bekannt ist, das der Amethyst die Farbe beim Erhitzen verändert (sogenantes ''Brennen''). Bei Temperaturen zwischen 470 und 750°C entstehen leuchtend gelbe, braunrote, grüne und farblose Varianten.

Amethystspitze

Amethystdruse
Einige Amethyste bleichen bereits im Tageslicht fast bis zur Farblosigkeit aus. Die Ursache dafür ist noch nicht gefunden, eine Rückfärbung jedoch durch Radiumstrahlung zu erreichen. Der mögliche Farbverlust macht klar, daß Amethystschmuck nicht beim Sonnenbad, unter dem Solarium oder in einer Diskothek mit Schwarzlicht getragen werden sollte. Auch plötzlicher Temperaturwechsel kann schädlich sein.
Die wirtschaftlich bedeutendsten Vorkommen liegen in verschiedenen Bundesstaaten Südbrasiliens und im benachbarten Uruguay. Das dritte wichtige Exportland ist Madagaskar.



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