Edelstein - Lexikon Aquamarin

Der Name des Aquamarin kommt aus dem lateinischen und bedeutet Wasser des Meeres. Sein tiefes und intensives Blau erinnert an die weiten des Meeres und an das lichte Blau des Himmels. Nicht umsonst ist der Aquamarin der Glücksstein der Seefahrer.

Der Aquamarin gehört mit dem Smaragd zur Beryll-Gruppe. Seine farbgebende Substanz ist Eisen - seine typischen Einschlüsse sind feine Hohlkanäle, in denen sich das Licht weiß reflektiert. Bei einer größeren Anzahl dieser Wachstumsröhren kann der Katzenaugeneffekt oder auch Asterismus mit einem sechstrahligem Stern entstehen.
Die Mohshärte wird mit 71/2 bis 8 angegeben und schwankt je nach Beimengungen durch Fremdstoffe.

Aquamarin-Lagerstätte gibt es auf allen Kontinenten; am bedeutendsten sind jedoch die Vorkommen von Brasilien. Weitere zahlreiche Fundstellen gibt es im Hochland von Madagaskar. Andere Vorkommen sind zu finden in z.B. Afghanistan, Australien (Neu-Südwalse), Birma, Ceylon, Indien, Kenia, Mozambique, Nigeria, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Südwestafrika, Tansania, und in den USA (Colorado, Conneticut, Kalifornien, Maine und Nord-Carolina).
Aquamarin Kristal

Aquamarin Antik
Große Kristalle sind verhältnismäßig häufig, teilweise sogar einige Tonnen schwer, diese Steine sind aber meist undurchsichtig und grau, daher für Edelsteine nicht zu gebrauchen. Der größte Aquamarin von schleifwürdiger Qualität wurde 1910 in Marambaya (Brasilien) gefunden und wog 110,5 kg, maß 48,5 cm in der Länge und 41 - 42 cm im Durchmesser. Viele wunderschöne Edelsteine wurden aus ihm geschliffen.
Um den Aquamarin richtig zur Geltung zu bringen, werden meist Treppen und Scherenschliff mit rechteckigen und lang-ovalen Formen bevorzugt. Verwechslungsmöglichkeit besteht mit Euklas, Kyanit, Topas, Turmalin, Zirkon und Glasimitationen.
Aquamarin Navette

Synthetischer Aquamarin ist zwar herstellbar, aber unwirtschaftlich. Der im Handel angebotene synthetische Aquamarin ist in Wahrheit ein aquamarinfarbener Spinell.



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