Edelstein - Lexikon Feueropal

Der Feueropal, bennant nach seiner orangen Farbe, ist einer der wenigen Edelsteine, die das ohnehin seltene Orange in allen Abstufungen von Gelb bis Rot und in jeder nur möglichen Intensität zeigen. Die Farbe also ist seine schönste und stärkste Eigenschaft und macht ihn so zu einem begehrten Edelstein unter Juwelenkennern.
Der Feueropal gehört, wie sein Name verrät, zur Gruppe der Opale. Er besteht aus dem gleichen Grundstoff wie der Quarz, aus Siliziumdioxyd, nur kommt ein bis zu zehnprozentiger Wasseranteil hinzu. Seine einmalige Farbe erhält er durch Spuren von Eisenoxyd und am besten kommt er in den klaren und durchsichtigen Exemplaren zur Geltung besonders wenn sie facettiert geschliffen werden, was sonst für Opal absolut unüblich ist.
Trotz seiner geringen Lichtbrechung hat ein guter Feueropal eine beachtliche Leuchtkraft. Steinheiler sagen ihm deshalb nach, daß er für optimale Durchblutung der inneren Organe sorgt. Er soll Mut, Willensstärke, Ausdauer und Energie verleihen und dank seiner großen Kraft sogar alte Denkweisen im Menschen auflösen und dadurch Raum für neue Ideen schaffen. Aber selbst wer sich nicht auf Energien in Edelsteinen und davon ausgehende Schwingungen einlassen mag, wird beim Anblick eines Feueropals unweigerlich das Gefühl von Wärme haben. Dies Gefühl kommt auch nicht von ungefähr; denn Feueropal findet sich grundsätzlich in Hohlräumen und Spalten vulkanischer Gebirgsmassive.
Feueropal Rohstein aus Mexiko

Bereits die Mayas und Azteken gruben nach Feueropalen und verwendeten sie als Schmuck, zur Gestaltung von Mosaiken und für kultische Zwecke. Man kann davon ausgehen, daß schon die spanischen Eroberer Anfang des 16. Jahrhunderts Feueropale mitbrachten, wenn sie auch in der Liste der von Cortes an Kaiser Karl V. übersandten Kostbarkeiten nicht aufgeführt sind. Leider gingen die Kenntnisse der Ureinwohner verloren, so das erst wieder 1835 ein systematischer Abbau begann.
Bis heute hat Mexiko die bedeutendsten Feueropal-Fundstellen der Welt, weswegen man den Feueropal, dem Schatz der vulkanischen Vergangenheit, gerne als National-Edelstein des Landes bezeichnet. Die ergiebigsten Vorkommen liegen bei Zimapan im Staat Hidalgo und im Staat Querétaro, dessen gleichnamige Hauptstadt (400 Kilometer nordwestlich von Mexiko-City) bereits ein wichtiges aztekisches Handwerkszentrum für Opalverarbeitung war. Bis auf wenige Ausnahmen erfolgt die Gewinnung im Tagebau, wobei sich dann imposante Canyons mit bis zu 60 Meter hohen Wänden oder labyrinthartige Gänge durch den Berg ziehen. Weitere Fundstellen sind in Nevada (USA),
Westaustralien, den Faröer-Inseln, Nordafrika und dem Simavtal in der Türkei südlich des Marmarameeres zu finden. Diese Lagerstätten haben jedoch nur mehr oder weniger lokale Bedeutung.
Beim Auffinden sind viele Feueropale mit einer kreidig-weißen Verwitterungskruste überzogen. Es ist ein Zeichen dafür, daß diese Steine durch Wasserverlust altern können und dabei trübe und rissig werden. Trockene Luft und trockene Wärme mag dieser Edelstein auf Dauer deshalb ebensowenig wie die Berührung mit Säuren, Laugen oder scharfen Gegenständen.
Feueropal Cabochon

Mit seiner nur mäßigen Härte, die unter der des Quarzes liegt, empfiehlt er sich am ehesten zum Hals- und Ohrschmuck. Als Ringstein müßte auf eine schützende Fassung geachtet werden, wenn er häufig getragen werden soll.
Vor allem junge Menschen bevorzugen den Feueropal weil er die Farben pulsierenden Lebens zeigt und Schönheitssinn und Schaffensfreude schenkt. Manche sagen ihm sogar nach, daß er die Gabe des Hellsehens verleiht.



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