Edelstein - Lexikon Pyrop

Der wohl bekannteste Granat aus der Gruppe der Granate ist der feurig-rote Pyrop. Das temperamentvolle, oft leicht bräunlich nuanciertes Rot war im 18. und 19. Jahrhundert eine viel gefragte Edelsteinfarbe. Er wird auch gerne als böhmischer Granat bezeichnet, da er in einer Fundstelle im nordöstlichen Teil des früheren Königreichs Böhmen gefunden wurde.
Diese kleinen Steine mit der wundervoller Farbe waren Weltbekannt und wurden in Europa vor allem in der Viktorianischen Zeit viel im Schmuck verarbeitet. Ein Kennzeichen des echten böhmische Granatschmuck ist, das er traditionell mit vielen kleinen Steinen besetzt ist, die wie die rotfunkelnden Kerne eines Granatapfels dicht beieinander liegen. Auch heute noch werden in der Tschechei Granat gefunden und nach alter Tradition dicht an dicht gefasst, so dass die Attraktivität des klassischen Granatschmucks allein auf der Schönheit der Edelsteine beruht.
Typische Fundorte für den Pyrop sind in CSSR, Indien, Südafrika und Australien.
Für den ungeübten Laien besteht die Verwechslungsgefahr mit Almandin, Spinell und Rubin.
Eine weitere, ebenfalls rote Granatvarietät ist der Rhodolith, ein Mischkristall von Almandin und Pyrop. Dieser beliebte rote Granat ist von herrlich samtigem Rot mit einem feinen violetten oder himbeerroten Unterton. Ursprünglich wurde er in den USA entdeckt, kommt heute aber vorwiegend aus den Edelsteinminen in Ostafrika, Indien und Ski Lanka.
Eine weitere Abart ist der Pyralspit, ein Mischkristall aus Pyrop, Almandin und Spessartin.

Granatschmuck im böhmischen Still



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